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Zeitlos schön und raffiniert schlicht: Japanische Gärten

cc by flickr/ waywuwei

Die Verbindung von Natur und Kunst findet im Garten ihren höchsten Ausdruck. Die Anlage von Landschaft im Kleinformat sollte stets natĂĽrlich, elegant und ausdrucksstark wirken – ganz egal, ob es sich um barocke, englische, japanische oder hängende Gärten handelt. Gartenkunst ist beliebt, denn neben Selbstausdruck beinhaltet diese Kunstform die Möglichkeit, einen Ort zum WohlfĂĽhlen und GenieĂźen zu schaffen.

Japanischer Garten

Gärten kann man nicht nur mit einheimischen Pflanzen gestalten, sondern auch mit Steinen, Skulpturen, Bäumen, Wegen und Wasser. Dass nicht alles angepflanzte GrĂĽnzeug heimisch sein muss, das versteht sich von selbst. Japanische Gärten gelten als Ausdruck der Geschichte und Philosophie Japans, und im Rahmen des Fokus auf Asien sind japanische Gärten in Europa in den letzten Dekaden immer beliebter geworden. Die in einem sorgfältig angelegten Garten japanischer Art gezeigte Ă„sthetik ist subtiler und funktioniert nach anderen Prinzipien als dies bei europäischen Gärten der Fall ist. Planung bis ins Detail ist ebenso notwendig wie der Einbezug der umgebenden Landschaft. Alle Sinne sollen angesprochen werden – es muss also nicht nur dem Auge mit blĂĽhenden Pflanzen etwas geboten werden, sondern auch dem Tastsinn (das wird durch unebene Wege erreicht), dem Geruchssinn (Pflanzen und Wasser sollten in einem harmonischen Wechsel angelegt sein) und dem Hörsinn. Letzterer wird durch gekieste Wege, BrĂĽcken, raschelnde Blätter und angesiedelte Insekten beziehungsweise Vögel gereizt.

Interpretationen …

… sind möglich. Und sie sind ganz unterschiedlich, ganz abhängig von der persönlichen Erfahrung, den Vorlieben und dem Wissen des jeweiligen Gartenbesuchers. Japanische Gärten sind niemals eindeutig, denn je nach (rein physikalischem) Blickwinkel eröffnen sie immer neue Perspektiven und Aussichten, können in sich geschlossen erscheinen oder in der umgebenden Landschaft eine Erweiterung erfahren. Interessant ist auch, dass die angrenzende Architektur, also Wohnhaus, religiöses Gebäude oder Teestube, stets in die GrĂĽnanlage einbezogen werden. Sie können hinter GrĂĽnzeug verschwinden und verborgen sein, können den Park dank hölzerner Bauweise ergänzen oder sich kontrastreich davon abheben. Aber niemals wirken sie als Fremdkörper. Ganz im Gegenteil: Vom Gebäude aus gesehen ist der Ăśbergang von drinnen nach drauĂźen, von Architektur zu Gartenanlage und zu Landschaft dahinter flieĂźend und nicht klar definiert. Das macht einen Teil des Charmes japanischer Gärten aus.

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